Sprechen und Sprache ist Kommunikation und Verständigung.

Um sprechen zu können, ist das komplexe Zusammenspiel vieler Fertigkeiten nötig.

Während das Erlernen dieser Fertigkeiten meistens eine unauffällige Entwicklung durchläuft, fällt es manchen schwerer und die Kommunikation kann auf unterschiedliche Weise gestört oder erschwert sein.

Andere erleben durch eine Krankheit oder ein Ereignis bedingt eine plötzliche Einschränkung ihrer bisherigen Kommunikationsfähigkeit.

Hier setzt die logopädische Therapie an.

Verordnung durch den Arzt

Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie ist als Heilmittel ein Teil der medizinischen Grundversorgung. Die medizinische Notwendigkeit einer logopädischen Therapie wird vom Arzt festgestellt und verordnet.

Grundsätzlich kann jeder Vertragsarzt eine Verordnung für Logopädie ausstellen. Zur genaueren medizinischen Diagnostik kann es jedoch sinnvoll sein, sich an Fachärzte zu wenden, wie z.B. Kinderarzt, HNO-Arzt / Phoniater, Kieferorthopäde, Neurologe, Internist.

Hausbesuche oder Erstversorgung im Krankenhaus bei stationären oder immobilen Patienten sind mit entsprechender Verordnung möglich.

Danach vereinbaren Sie in der logopädischen Praxis einen Termin.

Kostenübernahme

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Therapie. Erwachsene ab dem 18.Lebensjahr entrichten einen Eigenanteil von 10%. Eine Befreiung von der Rezeptgebühr gibt es teilw. bei chron. Kranken (Befreiungsausweis).

Private Kassen erstatten die Kosten voll oder anteilig, je nach Versicherungsvertrag.

Präventive Maßnahmen sind auch ohne Verordnung auf eigene Rechnung möglich.

Untersuchung & logopädische Diagnostik

Zu Beginn werden alle Funktionen und Fähigkeiten des Sprechens, der Stimme und des Schluckens, die im Zusammenhang mit dem betroffenen Patienten stehen, getestet und untersucht.
Zusammen mit dem ärztlichen Befund und dem Gespräch mit Patient & Eltern bilden sie die Basis für die individuelle Therapieplanung.

Therapie

Die Therapie strukturiert sich durch mehrere Aspekte:
  • Spezifische Übungssequenzen zu den beteiligten Teilleistungsbereichen
  • Gespräche: Elternberatung, Zielformulierungen
  • Anleitung zum unterstützenden Vertiefen zuhause
Optional:
  • Detailinformationen nach Bedarf
  • Einbeziehung der Angehörigen
  • Fachübergreifendes interdisziplinäres Arbeiten
    (Eine Zusammenarbeit mit Ärzten, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Schulen und Kindergärten sehen wir als selbstverständlich an, um effizient therapeutisch arbeiten zu können)
  • Logopädisches Gutachten (z.B. bei Fragen der Wiedereingliederung in den Beruf)