Logopädie Dreisbach | Informationen
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Fragen & Antworten

Wir haben für Sie die häufigsten Fragen zusammengestellt. Für die detailierte Antwort klicken Sie bitte auf die jeweilige Frage.

Ausstellung eines Rezeptes (Heilmittelverordnung)?

Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie ist als Heilmittel ein Teil der medizinischen Grundversorgung.

Die medizinische Notwendigkeit einer logopädischen Therapie wird vom Arzt festgestellt und verordnet.

Grundsätzlich kann jeder Vertragsarzt eine Verordnung für Logopädie ausstellen. Zur genaueren medizinischen Diagnostik kann es jedoch sinnvoll sein, sich an Fachärzte zu wenden, wie z.B.

  • Kinderarzt
  • HNO-Arzt / Phoniater
  • Neurologe
  • Internist
  • Kieferorthopäde, Zahnarzt.

Danach vereinbaren Sie bei uns einen Termin.
Die logopädische Verordnung darf bei Beginn der Therapie nicht älter als 14 Tage sein.

Wir streben nach einer direkten Terminabsprache ohne Wartezeit auf einen Therapieplatz. In der Regel können wir Ihnen umgehend einen Termin zur Diagnostik anbieten.

Je nach den Ergebnissen der Befunderhebung und Diagnostik werden dann die weiteren Termine mit Ihnen vereinbart.

Kostenübernahme durch die Krankenkassen

  • Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Therapie. Erwachsene ab dem 18.Lebensjahr entrichten einen Eigenanteil von 10%. Eine Befreiung von der Rezeptgebühr gibt es teilweise bei chron. Kranken (Befreiungsausweis).
  • Private Kassen erstatten die Kosten voll oder anteilig, je nach Versicherungsvertrag.
  • Präventive Maßnahmen sind auch ohne Verordnung auf eigene Rechnung möglich (Selbstzahlerleistungen).

Hausbesuche statt Therapie in der Praxis

Sie oder Ihr Angehöriger kann nicht in die Praxis kommen? Bei medizinischer Begründung kann der verordnende Arzt einen Hausbesuch aufschreiben.

Hausbesuche daheim oder in Einrichtungen und Heimen sind dann mit entsprechender Verordnung möglich.

Wir bieten ebenso die Erstversorgung im Krankenhaus bei stationären Patienten an.

Wir fahren zu Hausbesuchen in Höchberg und Umgebung.

Diagnostik & logopädische Befunderhebung

Zu Beginn stellen wir fest, in welchen Bereichen und mit welchen Schwerpunkten eine Behandlung notwendig ist. Dabei werden alle Funktionen und Fähigkeiten des Sprechens, der Stimme und des Schluckens getestet und untersucht, die im Zusammenhang mit dem betroffenen Patienten stehen.

Die Diagnostik kann sich je nach Umfang über ein bis drei Sitzungen erstrecken. Die Ergebnisse werden mit dem Patienten und bei Kindern mit den Eltern besprochen. Zusammen mit dem ärztlichen Befund und dem Gespräch mit Patient & Eltern/ Angehörigen bilden sie die Basis für die individuelle Therapieplanung.

Manchmal reicht eine Beratung und Kontrolle in einigen Wochen oder die Therapie wird sofort begonnen.

Therapie: Verlauf, Dauer

Viel Engagement für jeden Einzelnen und seine Bedürfnisse sind oberste Priorität für uns und die Therapieplanung.

Die Therapie strukturiert sich durch mehrere Aspekte:

  • Spezifische Übungssequenzen zu den beteiligten Teilleistungsbereichen
  • Behandlungsinhalte flexibel: individuell geplant und ständig überprüft und angepasst
  • Gemeinsame Zielformulierungen
  • Regelmäßige, informative Eltern- und Angehörigenberatung
  • Anleitung zum unterstützenden Vertiefen zuhause, „Hausaufgaben“
  • Fachübergreifendes interdisziplinäres Arbeiten
    Wir halten einen engen Kontakt mit den verordnenden Ärzten, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Schulen und Kindergärten. Dies sehen wir als selbstverständlich an, um effizient therapeutisch arbeiten zu können.

Therapiedauer

Eine logopädische Therapie setzt sich aus mehreren Therapiesitzungen zusammen.

Die Verordnung umfasst meist 10 Sitzungen, der Erstverordnung können je nach Bedarf mehrere Folgeverordnungen á 10 Sitzungen folgen.

Die Therapie findet als Einzelsitzung ein- bis zweimal wöchentlich statt (je nach Verordnung) und dauert i.d.R. 45 Minuten.

Die Gesamtdauer ist individuell und hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Art und Umfang der Störung
  • Therapiemotivation
  • eigene Mitarbeit und Unterstützung durch Eltern
  • individuelle Lernvoraussetzungen und Rahmenbedingungen
  • Regelmäßigkeit der Termine
  • Frequenz der Therapie pro Woche

Therapieerfolg / Therapieende

Nach jeder Verordnung schreiben wir einen ausführlichen Bericht an den verordnenden Arzt, der den Verlauf, den Therapiestand und die Prognose für den weiteren Weg oder das Erreichen des Therapiezieles beschreibt.

Über die Weiterführung der Therapie bei Bedarf entscheidet dann der Arzt.

Aus logopädischer Sicht behandeln wir immer nur solange wie nötig und so kurz wie möglich.

WANN & WER braucht Logopädie?

Handeln Sie rechtzeitig und damit verantwortungsbewusst.

 

Säuglinge und Kleinkinder

  • Säugling: Schwierigkeiten beim Schlucken, Saugen, Trinken…
  • Kind mit 2 Jahren: nur ca. 50 aktiv gesprochene Wörter oder weniger
  • Kind mit 3 Jahren: keine vollständigen Sätze, nach wiederholten Mittelohrentzündungen (Hörwahrnehmung behindert Lernen der korrekten Aussprache)
  • Kind mit 4 Jahren: wird von anderen schlecht verstanden oder spricht (fast) nicht mit anderen, spricht vieles nicht korrekt aus
  • Kind mit 5 Jahren: Wörter und Erzählungen “hüpfen” oder stecken fest
  • Kind mit 6 Jahren: spricht davon, dass es bald in die “Sule” kommt

 

Schulkinder, Grundschule

  • lispeln oder anders veränderte Aussprache
  • Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder Rechnen lernen
  • vorbereitend oder begleitend bei Spangenbehandlungen (Kieferorthopädie)

 

Jugendliche, Erwachsene, Senioren
(selbst betroffen oder Angehörige)

  • Stimme heiser, wenig belastbar, versagt
  • Unterstützung im Sprechberuf
  • nach Operationen am Kehlkopf oder an der Schilddrüse mit stimmlichen Auswirkungen
  • Stimmbruch läuft nicht unauffällig
  • vorbereitend oder begleitend bei Spangenbehandlungen (Kieferorthopädie)
  • Schwierigkeiten, flüssig zu sprechen
  • zu schnelles Sprechen, das nicht gut verstanden wird
  • wenn die Sprache verloren ging, z.B. nach Schlaganfall oder Schädelhirntraum
  • wenn das Sprechen undeutlicher wird, z.B. bei Schlaganfall, MS, Parkinson…

 

Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt darüber.
Sprechen Sie mit den MitarbeiterInnen in Kiga und Schule.
Manchmal gibt es eine Verordnung, die nur einer genaueren Befundung und Diagnostik dient und mehr Klarheit bringt, ob eine Therapie tatsächlich notwendig oder zum jetzigen Zeitpunkt notwendig ist.

Weitere Themen:

Praxis Katja Dreisbach
Hauptstraße 29
97204 Höchberg

Telefon 0931 – 460 56 45
Fax 0931 – 260 99 888
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